Ausgewachsener Husky

Wie viel Auslauf braucht ein Husky?

Der Husky ist eine energische Hunderasse, die viel Bewegung und einen erfahrenen Besitzer braucht. Wenn du mit dem Gedanken spielst, dir einen Husky zuzulegen, solltest du zuerst wissen, wie viel Auslauf der Husky benötigt. Hier erstmal eine grobe Antwort:

Huskys sind extrem aktive Hunde, die in etwa 1,5 bis 2 Stunden Bewegung pro Tag benötigen. Aufgrund seines munteren Charakters und ihrer außergewöhnlichen Ausdauer liebt er das Freie und kommt so lange nicht zur Ruhe, bis er eine gesunde Auslastung erreicht hat.

Diesen Charakter hat der Husky aufgrund seiner ursprünglichen Aufgabe als Arbeitshund. Es entspricht seinem Naturell, immer aktiv zu sein. Wie du dafür sorgst, dass dein Hund immer richtig ausgelastet ist und wie du erkennst, wann das der Fall ist, erfährst du jetzt!

3 Arten der Bewegung und Training, die der Husky braucht

Grundsätzlich kannst du deinem Husky drei Arten von Bewegung und Training ermöglichen: Auslauf, physisches Training und mentales Training.

Gassi gehen kann jeder und auch neben dem Hund entlang joggen oder mit dem Fahrrad begleiten, bedarf keiner detaillierten Ausführung. Aber welche anderen Aktivitäten bieten sich für dich an?

Physisches Training für den Husky

Hundespielzeug, dass deinen Hund auf Trab hält, ist immer eine gute Idee. Beispielsweise bietet sich das Zerrspiel mit verschiedenen Spielzeugen wie dem Tug-E-Nuff an. Dabei handelt es sich um eine elastische Konstruktion, die sich wunderbar zum Tauziehen eignet. Alternativen sind beispielsweise Fleece-Taus.

Die meisten Huskys mögen das Wasser und toben sich gerne beim Schwimmen aus. Tu gleichzeitig etwas für deine eigene Gesundheit, indem du mit dem Hund schwimmst – vorausgesetzt, es gibt einen See oder Fluss in der Nähe, der sich zum Schwimmen eignet.

Meerwasser ist aufgrund des hohen Salzgehaltes nicht so gut. Auch Schwimmbäder sind nicht gut für den Hund, wobei es auch kaum erlaubt sein dürfte, im Freibad zu mit dem Hund zu schwimmen. Aber wo auch immer dein Husky schwimmt, du solltest ihn danach rasch abtrocknen.

Wurfspiele sind ebenfalls eine gute Idee. Wenn du bereits einen Hund hattest, muss ich darüber kaum noch ein Wort verlieren. Auch wenn es dein erster Hund ist, wirst du das Prinzip intuitiv verstehen.

Beachten sollte man jedoch trotzdem, dass der Hund sozusagen ein Ball-Junkie ist – beim Wurfspiel wird haufenweise Adrenalin und Dopamin ausgeschüttet, sodass der Hund süchtig danach wird. Das macht es nicht grundsätzlich schlecht, da es den Jagdinstinkt anspricht, aber man sollte dem Hund Abwechslung mit Versteckspielen, Parcours etc. anbieten.

Mentales Training für deinen Husky

Während die oben genannten Aktivitäten jeder kennt, vernachlässigen viele Hundebesitzer die Denkspiele. Doch dabei kann der Hund davon ebenso viel profitieren!

Neben der körperlichen Auslastung geht es nämlich auch um die mentale Auslastung des Hundes. Der Husky ist überraschend intelligent und mag es, seine grauen Zellen hin und wieder auf neue Weise aktivieren zu müssen.

Eine gute Idee wäre beispielsweise das Einpacken eines Geschenkes – vielleicht einen Hundeknochen oder Futterbrocken. Verpacke das Geschenk in Zeitungspapier und lasse den Hund dabei zusehen, damit er eine Ahnung davon bekommt, was passiert. Dann legst du das verpackte Geschenk vor deinen Husky und lässt ihn daran schnuppern. Normalerweise wird er nun versuchen, das Geschenk auszupacken – vorzugsweise mit den Pfoten – um an das Geschenk zu kommen.

Spiele wie diese klingen simpel, können den Hund aber auf neue Weise fordern. Nachdem dein Hund eine Aufgabe gelöst hat, kannst du dir für das nächste Mal eine schwierige oder komplett andere Aufgabe ausdenken. Dein Hund wird es dir danken.

Was, wenn du nicht genug Zeit für den Husky hast?

Da der Husky eine der aktivsten Hunderassen ist, musst du genügend Zeit für deinen Hund aufbringen. Am Tag 9 Stunden oder mehr aus dem Haus zu sehen und den Hund alleine zu lassen, ist keine Lösung.

Wenn du dennoch einen Husky willst, solltest du dir überlegen, einen Hundesitter anzuheuern. Die Hundebetreuung kann mittlerweile in vielen Städten Deutschland relativ einfach gebucht werden. Eine Google-Suche wie „Hundesitter Name deiner Region“ wird dir in der Regel einige Ergebnisse bescheren. Alternativ gibt es oft Kinder im Bekanntenkreis, die bereit sind, den Hund für einige Stunden zu beschäftigen.

Natürlich ist diese Lösung nicht perfekt. Vorzugsweise solltest du selbst die meiste Zeit mit deinem Hund verbringen. Aber wenn es nicht anders geht, ist eine Hundesitter sicherlich eine gute Lösung, sofern es sich um eine Person handelt, die sich wirklich um deinen Hund kümmert.

Woran merkt man, dass der Hund ausgelastet ist?

Abends merkt man am Verhalten seines Hundes, ob er am Tag genügend Action gehabt hat. Kommt er nicht zur Ruhe, wäre eine zusätzliche Runde Gassi gehen eine gute Idee, denn nur ein müder Husky ist ein guter Husky. Der Husky liebt es nämlich, sich körperlich zu verausgaben, da dies seinem Naturell als Arbeitshund entspricht (Sie wurden gezüchtet, um 100 Meilen am Tag zurückzulegen!).

Hier sind drei weitere Anzeichen, auf die du achten solltest:

  1. Dein Husky versucht zu entkommen. Ist dein Husky im Garten und er versucht, über den Zaun zu springen oder ist er im Haus und er versucht, sich durch das Fenster oder die angelehnte Türe zu drücken, will er mehr Auslauf. Wenn er dieses Verhalten trotz allen Bemühungen zeigt, wäre ein Gang zum Trainer wohl angebracht.
  2. Dein Husky zeigt zerstörerisches Verhalten. Wenn dein Husky nicht raus kann und zu viel Energie hat, kann er schon Mal ein paar Gegenstände umschmeißen. Physisches und mentales Training hilft dagegen.
  3. Dein Husky nervt dich. Verfolgt dich dein Husky durch die eigenen vier Wände? Hat er ein Spielzeug im Mal und jammert? Dann will er, dass du mit ihm spielst. Mehr Bewegung auf Aufmerksamkeit hilft dabei, dieses Verhalten abzustellen.

Jeder Husky ist verschiedenen. Während diese Richtwerte und Tipps für die Mehrzahl der Huskys stimmen, muss es nicht auf deinen Husky zutreffen. Hast du Erfahrungen mit einem Husky gesammelt, dann schreibe deine Meinung bitte in die Kommentare!

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